Gumprecht – Die stade Zeit, Lange Nächte, Advent und Weihnachten
Vielen lieben Dank für den super Wundertüten-Erfolg und die vielen tollen Komplimente für unsere Tüten!
Wir haben in den ersten 20 Minuten 70 Tüten verkauft – ein absoluter Rekord!
Nach den Wundertüten geht es direkt weiter mit dem Weihnachtsgeschäft. Der Laden schaut großartig aus! Unsere liebe Christiane hat die Fenster dieses Jahr besonders schön gemacht.
Alles in allem sind wir gut drauf und freuen uns auf die kommenden Wochen!
Zurück ins Jahr 2011
Der Mietvertrag war unterschrieben – und von unseren 100.000 € Budget waren gleich mal 20.000 € für den Ladenschlüssel weg. Ja, richtig gehört!
Ich erkläre:
3 Monatsmieten Kaution.
3 Monatsmieten für den Makler als Provision
und die erste Monatsmiete zahlt man ja im Voraus.
Das ganze ergibt 7 Monatsmieten, bevor überhaupt ein Regal stand.
Der Einzelhandel ist ein kapitalintensives Geschäft – das lernte ich sehr schnell.
Ein kleiner Hinweis an der Stelle: Irgendwann schreibe ich mal ein Buch. Es soll eine Art Ratgeber für kommende Ladenbesitzer werden – gerne auch ein wenig autobiografisch.
Ich war so aufgeregt, ihr könnt euch das nicht vorstellen! Ich freute mich wie ein kleines Kind. Ich liebte diesen Laden – mein Laden!
Eigentlich hatte ich ja nur einen halben, aber Rebekka war eine super Geschäftspartnerin. Sie vertraute mir voll – und ich ihr.
Rebekka übernahm die ganzen Basics wie Möbelbau, Beleuchtung, EDV und natürlich die Erstbestückung des Sortiments. Sie hatte die nötigen Kontakte von ihrem Laden La Casita in Lauf an der Pegnitz. Den gibt es übrigens noch heute und er wird von einer ehemaligen Mitarbeiterin von Rebekka exzellent geführt.
Meine Aufgabe war alles Lokale: Werbung, Rewag, GEZ/GEMA usw.
Ich weiß, negative Nachrichten sind immer interessanter und bekommen mehr Aufmerksamkeit als positive. Aber ich kann in dieser ersten Phase nichts Schlechtes erzählen – außer, dass man sich selbst ein Stück weit vernachlässigt: kein Sport, wenig Zeit für Freunde. Aber das war für mich völlig okay. Wir wollten ja eröffnen und sehen, ob der Laden angenommen wird.
Der besondere Samstag
Dann war es auch bald soweit: Die Eröffnung stand an. Eine große Feier war geplant – mit allen Menschen, die uns wichtig waren.
Aber zuvor gab es noch einen besonderen Samstag:
Der Laden war noch nicht fertig, Paletten lagen herum, dutzende Schachteln. Rebekka war in Regensburg, und wir wollten an diesem Tag Ware einräumen und auszeichnen.
Wie gesagt: Es war Samstag, das Wetter war herrlich – ein Sommertag im April.
Ich dachte mir: Wir könnten doch die Tür aufsperren und schauen, ob sich jemand reintraut…
Und was soll ich sagen? In kürzester Zeit war die Bude echt gut besucht! Unsere Kunden kletterten über die Paletten, schauten in die Kartons, was sich da so versteckt hat.
Das ist übrigens bis heute so: Wenn bei uns ein Karton offen herumsteht, ist er immer das Objekt der Begierde. Ich wundere mich jedes Mal und überlege mir immer wieder, wie man diese natürliche Neugier besser im Laden verwirklichen kann.
Wir waren völlig überrascht von unserem Erfolg und voller Vorfreude auf unsere Party.
Wie die verlief – und ob alles so gut weitergeht – erfahrt ihr in meinem nächsten Newsletter.
Euer Christian
Diese Folge ist ursprünglich als Newsletter erschienen. Wenn du die nächsten Folgen direkt ins Postfach bekommen möchtest, findest du die Anmeldung über Linktree.

Kommentar verfassen